
Jürgen Rüttgers hat als „Zukunftsminister“ der Bundesregierung und als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen für wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit in Deutschland gearbeitet. Mehr als 30 Jahre trat er zum Teil gegen starken Widerstand auch in den eigenen Reihen für eine Politik der wirtschaftlichen Erneuerung und der sozialen Marktwirtschaft ein. Dabei waren ihm die Reform des deutschen Hochschulsystems und der Ausbau der deutschen Forschungslandschaften wichtig. Durch mehr individuelle Förderung soll jedes Kind die Chance zum sozialen Aufstieg haben. Deshalb war für ihn die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Ausbildung notwendig. Insbesondere Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen sollen stärker gefördert werden. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und den Eintritt in die globale Wissensgesellschaft zu unterstützen, wurden in seiner Amtszeit viele neue Forschungszentren gegründet und Wissenschaftsinitiativen gestartet. Die Ausgaben für Bildung und Forschung wurden erheblich erhöht. Rüttgers machte Deutschland mit dem BioRegio-Wettbewerb Deutschland zu einem der führenden Länder in der Biotechnologie. Er wurde 1998 zum europäischen Biotech-Unternehmer des Jahres ernannt. Jürgen Rüttgers war von 1987 bis 2000 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der Zeit der Wiedervereinigung sorgte er für eine enge Zusammenarbeit des Bundestages mit der ersten freigewählten Volkskammer der DDR. Dadurch wurde die reibungslose Integration der entsandten Mitglieder der Volkskammer in den Deutschen Bundestag möglich. Immer wieder äußerte sich Rüttgers zum Thema Partei- und Politikverdrossenheit. von 1991 bis 1994 trat er vehement für einen Rückzug der Parteien aus dem vorpolitischen Raum ein. Dies müsse begleitet werden durch eine Öffnung für viele gesellschaftliche Gruppen. In seinem Buch „Dinosaurier der Demokratie“ trat er für mehr Diskussionen mit den Bürgern und mehr Mitgliederbeteiligung ein. Für ihn war die Öffnung der CDU für neue Wählerschichten wichtig. |